18. 11.
2016

Die große Ceviche Liebe

ist eigentlich schon bei meinem ersten Besuch in der Cevicheria in Berlin entflammt.
Darüber und was es genau mit Ceviche auf sich hat, habe ich Euch hier schon berichtet.
Vor ein paar Wochen wurde ich vom peruanischen Wirtschafts- und Handelsbüro zu einem peruanischen Degustationsmenü eingeladen. Statt fand das Event in Berlin Friedenau im SchmidtZ&Co. Eine nette Location, die neben einem abwechslungsreichen Mittagstisch unter anderem auch Kochkurse, geleitet von Ralf Zacherl anbieten.

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Sehr nett empfangen wurden wir von dem Leiter des Handelsbüros, Gycs M. Gordon. Zur Begrüßung gab es einen Pisco Sour, der bekannteste Cocktail Perus, aus einem Traubenschnaps, Limettensaft, Zuckersirup und Eiklar. Um 12.00 Uhr mittags war das eine echte Herausforderung. Daher habe ich nur ein Schlückchen probiert.

Der General Manager des peruanischen Restaurants SERRANO in Berlin, Enrique Servan, hat uns bekocht und uns Einblicke in die peruanische Küche gegeben.
Hier ein paar Eindrücke:

Ich habe einige mir noch unbekannte Lebensmittel, wie Maca, Lúcuma, verschiedene Quinoasorten und Sacha Inchi, ein Öl, das aus einer aus der Amazonasregion stammenden Pflanze gewonnen wird, kennengelernt. Serviert wurden uns neben Maniok in Huancina Sauce, gefüllte Rocoto Paprika, Lama(!) und Grütze aus lila Mais, natürlich auch das peruanische Nationalgericht Ceviche.
Das habe ich nun selbst ausprobiert und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden!
Ich habe Ceviche aus Kabeljaufilet gemacht.
Wichtig ist, dass der Fisch sehr frisch ist. Es sollte ein weißes, festes Fleisch haben, wie z.B. auch der Wolfsbarsch. Am besten, Ihr wählt den vorderen Teil des Fisches.

Rezept für 4 Personen:

  • 500 g frischen grätenfreien Fisch
  • Saft von 6 Limetten
  • 1 rote Zwiebel, fein geschnitten
  • Koriander
  • Meersalz
  • 1 Chilschote, entkernt und geschnitten
  • 1 Süßkartoffel
  • optional Bananchips
  • optional gerösteter Mais *

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* das ist ein besonderer gesalzener Mais, den es in Supermärkten gibt, die spanische oder südamerikanische Lebensmittel führen. Super lecker auch als Snack zwischendurch.

Als erstes wird die Süßkartoffel geschält und gekocht. Anschließend schneidet Ihr sie in kleine Scheiben.
Die frischen Fischfilets kurz in kaltem Wasser abwaschen. Danach mit Küchenpapier trockentupfen. In ca. 1 cm große Würfel schneiden und in einer flachen großen nichtmetallenen Schüssel gleichmäßig verteilen. Die Würfel mit Salz bestreuen, da könnt Ihr im Übrigen echt großzügig sein.
Danach den frischgepressten Limettensaft darüber geben, so dass der Fisch gerade bedeckt ist. Mit Frischhaltefolie abdecken und die Schüssel für mindestens 10 Minuten in den Kühlschrank geben. Die Garzeit ist abhängig von der Größe der Fischstücke. Wenn man den Fisch in hauchdünne Scheiben oder kleine Würfel schneidet, reichen 10 Minuten aus, um ihn vollständig zu garen. Ich habe meine größeren Stücke etwa 15 Minuten garen lassen. Der Fisch war sehr zart, aber ich hätte ihn gerne innen noch etwas glasiger gehabt. Dann werden es beim nächsten Mal eher 12 Minuten.
In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden. Koriander waschen, abschütteln und fein hacken. Chili entkernen und so klein wie möglich hacken. Ach ja und als kleiner Tipp: Bitte zieht Euch Handschuhe an, wenn Ihr mit Chilies hantiert. Sonst ist das Kontaktlinsen herausnehmen und Abschminken nicht so toll…
Nach Ablauf der Garzeit, den überschüssigen Limettensaft vorsichtig abgießen und Koriander, Chili und Zwiebeln unter den Fisch mischen. Zum Schluss kommt eine Scheibe Süßkartoffel auf den Tellerrand und ggf. noch ein paar Bananchips und die gerösteten Maiskörner.

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Und dann lasst es Euch einfach nur noch, vielleicht mit einem kühlen Gläschen Weißwein, schmecken!
Na dann: “buen provecho”

Eure Sabrina

8 Kommentare zu “Die große Ceviche Liebe

  1. Hallo Sabrina,
    Ceviche finde ich total lecker und habe immer gedacht, die Zubereitung wäre sehr kompliziert. Aber da wage ich mich jetzt am Wochenende sofort ran und überrasche meinen Freund damit. Mach weiter so, Deine Beiträge sind immer toll und so wunderschön fotografiert.
    Liebe Grüße aus Hamburg, Sarah

    1. Hallo Sarah,
      vielen Dank für das nette Kompliment. An so einem trüben Morgen freue ich mich besonders darüber! Die Ceviche ist wirklich ganz leicht zuzubereiten. Ich würde mich freuen, wenn Du mir berichtest, wie es Dir und Deinem Freund geschmeckt hat.
      Viele Grüße, Sabrina

  2. Liebe Sabrina,
    ich wurde von Dir mit einem kleinen Schüsselchen überrascht. Ich war ziemlich hungrig und bin mit dem Vorhaben, was richtig Deftiges zu kochen, nach Hause gekommen. Etwas unschlüssig, ob ich mir Deine kleine Leckerei für später aufheben soll-habe ich immer wieder ins Schüsselchen geluckt-ein kleines, farbenfrohes und bis ins Detail geschmückte Bild von einem Ceviche bot sich mir dar-irgendwann gab es kein Halten mehr und ich fing an, davon ein bisschen mit Stäbchen zu probieren.
    Naja das Ende vom Lied war – ratz fatz war die Schüssel leer-unglaublich lecker….
    (als Testesserin wäre ich jederzeit buchbar-denn da kann kein voller Terminkalender Ausreden schaffen ;-))
    Dicken Kuss
    Claudi

  3. Liebe Claudi,
    ich könnte ja auch einen kleinen Teststand im Vorgarten aufbauen für die hungrigen Kids und Mamis, die aus der Schule kommen. Nein im Ernst: Ich freue mich, dass es Dir so lecker geschmeckt hat, und frisch ist es eh am besten. Du bist fest vorgemerkt auf der Testesserliste 🙂
    Dicken Knutscher zurück!!!
    Sabrina

  4. Liebe Sabrina,
    auch mein Freund war von der Ceviche total begeistert. Sie schmeckt ganz lecker, so frisch und leicht. Wenn wir das nächste Mal Gäste bekommen, bereite ich sie auch zu. Und toll aussehen tut sie auch! Bis bald mal wieder, Sarah

    1. Liebe Sarah,
      herrlich, so soll es sein! Dann wünsche ich Dir auch ganz viel Spaß beim Bewirten der Gäste!!
      Viele Grüße,
      Sabrina

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